5 Naturgesetze für den Wandel der Welt

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Große Krisen wie Corona führen dazu, dass andere Themen währenddessen zu kurz kommen. 2019 nahm der Klimawandel und die globale Jugendbewegung „Fridays for Future“ einen großen Teil unseres Bewusstseins ein. Ich persönlich freute mich darüber sehr. Vor allem, weil die Jugend endlich wieder aktiv war und auf die Straße ging und etwas bewegen wollte. Corona hat dem ein jähes (vorläufiges?) Ende beschert. Der Klimawandel und vor allem die großen Baustellen Abholzung der Wälder, Artensterben, Zerstörung der Lebensräume und die übermäßige Ausbeutung der Erde etc. – all das scheint plötzlich keine Rolle mehr zu spielen, obwohl doch dadurch deutlich mehr Menschenleben gefährdet scheinen als durch Corona? Ich kann mich auch täuschen!

Einigkeit herrscht allenthalben darüber, dass wir so nicht weitermachen können wie wir das in den letzten Jahrzehnten getan haben. Die Ressourcen sind endlich und die Leidensfähigkeit der Menschen auch. Wir brauchen einen Wandel im Denken und im Handeln. Das ist natürlich extrem schwierig bis nahezu unmöglich. Keine Frage. Aber einfach Zuschauen und darauf hoffen, dass alles schon irgendwie gut gehen wird ist mir persönlich zu langweilig. Auch wenn wir alleine die Welt nicht ändern können, so könnten wir doch dabei helfen, einen allgemeinen Wandel herbeizuführen. Um herauszufinden, wie das ginge, könnten wir uns einiges bei der Natur abschauen.

 

Nachfolgend fünf hilfreiche Naturgesetze ohne Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit!

Naturgesetz 1: Ideen werden größer, je öfter sie geteilt werden

Wenn ich einen Goldbarren teile und die eine Hälfte weggebe, und meine Hälfte nochmals teile und nochmals und so weiter, dann habe ich am Ende fast nichts mehr vom einstigen Reichtum. Umgekehrt verhält es sich mit Ideen. 

Das Teilen von Ideen ist viel einfacher und hat eine unendlich viel größere Wirkung.

Wenn Gedanken und Ideen oft genug geteilt werden, entstehen daraus Geschichten, die sich immer mehr Menschen erzählen. Dadurch werden Geschichten irgendwann real und manifestieren sich. Die beängstigenden genauso wie die friedlichen und schöpferischen.

Bei den Schmetterlingen gibt es die Imago-Zellen, die in der Raupe plötzlich aus dem Nichts erscheinen und eine völlig andere Information beinhalten als die vorhandenen Zellen. Erst tauchen sie sehr vereinzelt auf und werden vom Raupenkörper als fremde Eindringlinge bekämpft. 

Die haben neue Ideen im Gepäck! Das können wir hier nicht gebrauchen!

Wird eine Imago-Zelle vernichtet, ploppt woanders eine neue auf. An immer mehr Stellen. Irgendwann sind es so viele, dass das reaktionäre Raupensystem seinen Kampf aufgibt und sich damit abfindet, dass nun die bunte und fröhliche Schmetterlingszeit beginnt.

In unserer Welt gibt es genügend Imago-Zellen-Ideen mit denen wir uns beschäftigen könnten. Wie zum Beispiel Permakultur, dezentrale Energie- und sonstige Versorgungsnetze, Blockchain-Technologien, radikal-demokratische Ideen, neue kollektive Wohnformen, nachhaltiges Bauen und Wirtschaften, Konzepte für eine Postwachstumsgesellschaft, neue faire Wirtschafts- und Finanzsysteme und auch ein neues spirituelles Bewusstsein, das unseren Blick von außen nach innen richtet. Denn in uns besitzen wir einen unendlichen Schatz an Weisheit und Ideen, die dem Wandel der Welt helfen könnten.

Naturgesetz 2: Natur ist Überfluss pur

Ein Kirschbaum würde niemals auf die Idee kommen, nur eine Kirsche im Leben wachsen zu lassen, was zur Reproduktion theoretisch ausreichen würde. Stattdessen produziert er jedes Jahr Kirschen im Überfluss. So wie die gesamte Natur in allen Belangen Überfluss produziert.

In der Welt werden uns aber andauernd Geschichten vom Mangel erzählt: Mangel an Nahrung, Mangel an Wasser, Mangel an Geld, Mangel an Bildung, an Vernunft, Mangel an allem.

In der Natur existiert Mangel nicht, warum also in unserer Welt? Überfluss ist doch überall! Wir könnten eigentlich aufhören, uns Geschichten vom Mangel zu erzählen, stattdessen vom Überfluss. Vom Mangel zum Überfluss. 

Experimentieren wir damit doch einfach mal!

Naturgesetz 3: Zeitlose Ruhe und Langsamkeit

Wir dürfen faul sein. Ja wirklich. Entspannen wir uns alle gemeinsam. Schauen wir uns die Natur an wie sie ihre Geschichten erzählt: Immer mit der Ruhe und nur so schnell wie wirklich nötig. Genieße die Gegenwart, den Augenblick. Stress kannst du haben, wenn er wirklich nötig ist. Wenn dich ein Tiger fressen will.

Die Natur lässt sich Zeit und dehnt manche Dinge ins Unermessliche, sie kostet den Augenblick voll aus. Ohne Zeitdruck und ohne Androhung von Konsequenzen und vor allem ohne Zukunftsangst. Es läuft alles von alleine, absolut synchron und perfekt, wenn die natürlichen Kräfte wirken dürfen (und im Gleichgewicht sind!). 

Wir dürfen faul sein, durchatmen, unseren Geist Ruhe vor all den unzähligen Gedanken finden lassen. Denn wir haben alle Zeit der Welt, um all das zu tun, wofür wir hier sind. Wenn uns jemand Druck macht, dann weil er uns Angst einjagen will. Weil er selbst vor irgendetwas Angst hat.

Doch vor was haben wir Angst? Doch nur vor Dingen und Situationen, die in der Zukunft sein könnten. Wir haben Angst vor Illusionen.

Betrachten wir die Dinge in Ruhe und angstfrei, erkennen wir immer die friedliche Lösung.

Naturgesetz 4: Kooperation

Ohne Kooperation funktioniert in der Natur nichts. Alles hängt von allem ab, und fällt ein Glied aus, ist das ganze Gleichgewicht gestört und bedroht, bis die Kräfte des Ausgleichs wieder die Waage finden. In der Natur existiert nichts unabhängig und nichts voneinander getrenntes. Alles harmoniert und arbeitet zusammen.

Neueste Erkenntnisse aus der Wissenschaft (Stichworte Quantenmechanik und Horizontaler Gentransfer) legen nahe, dass wirklich alles Eins ist wie alle großen geistigen Lehren wie z.B. die Buddhas schon seit Jahrtausenden erzählen.

Trennung oder Separation existiert nur in unserer Vorstellung. Die Natur schert sich darum nicht.

Wenn wir uns an das Naturgesetz der Kooperation halten, gehen wir achtsamer mit unserer Umwelt um und finden bessere Lösungen für einen Zivilisationswandel. Denn gemeinsam sind wir schlauer. 

Wir müssen nicht gleich daran glauben, dass wir alle eins sind. Mehr Miteinander weniger Gegeneinander reicht fürs Erste.

Naturgesetz 5: Die Natur urteilt nicht

Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen scheint zu sein, alles und jeden zu bewerten und über alles und jeden zu urteilen. Die Natur tut das nicht. Für sie gibt es weder schön noch hässlich, weder richtig noch falsch, weder gut noch böse. Dualität existiert also nicht.

Aber es gibt doch Tag und Nacht!, könnten wir einwenden. Aber ist Tag und Nacht wirklich Gegenteiliges? Oder ergeben erst beide zusammen einen vollkommenen Tag?

Ich glaube, würden wir weniger über andere urteilen, hätten wir weniger Konflikte.

Beispiel: In der aktuellen Corona-Krise existieren mindestens zwei Lager. Und jedes Lager hat es sich in seiner (Medien)Blase bequem gemacht und lebt in verschiedenen, voneinander getrennten Social-Media-Welten. Jedes Lager ist nach seiner Definition im Recht, das andere im Unrecht. Unsere Meinung ist die wahre, die andere die Irrlehre, wir sind die Guten, die anderen die Bösen. Kein Lager hört dem anderen Lager zu, sie ignorieren und misstrauen sich. Und je länger eine Krise andauert, je länger die Geschichte erzählt wird, desto überzeugter ist jedes Lager von seiner eigenen Anständigkeit und der Schlechtigkeit der anderen.

Der Autor Charles Eisenstein schreibt dazu in seinem Buch „Wut Mut Liebe“: 

So führen beide Seiten ein archetypisches Drama auf, Krieg genannt, und folgen der uralten Annahme, dass der Schlüssel zur Lösung jedes Problems der Sieg über einen Feind sei.

Verschwörungstheoretiker kämpfen gegen Maskenbefürworter, die Querdenker gegen die Zeugen Coronas. Alle verunglimpfen sich gegenseitig, jede Seite beschuldigt die andere, verantwortlich für die ganze Misere zu sein, jeder versucht zu jeder sich bietenden Gelegenheit, die Empörung der Öffentlichkeit gegenüber dem anderen Lager zu schüren. Jeder fühlt sich moralisch dem anderen überlegen und tut dies so häufig und so emotional wie möglich kund. Das ist Krieg. 

Gut und Böse, schön und hässlich, richtig und falsch, tugendhaft und schlecht – alles immer eine Frage der Perspektive. Alles ist immer sowohl als auch. Oder eben nichts dergleichen.

Ich glaube, es lohnt sich, über das Thema Dualität, Trennung, Einssein nachzudenken. Die Natur tut das freilich nicht. Aber sie stellt sich diese Frage einfach nicht. Ein Baum ist ein Baum. Er ist weder schön noch hässlich. 

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